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Ratgeber Männergesundheit

Erektionsprobleme: Ursachen, Abklärung und wann zum Arzt

Erektionsprobleme sind häufig und meist gut abzuklären. Hier lesen Sie sachlich, was dahinterstecken kann, welche Warnzeichen Sie ernst nehmen sollten und wie eine ärztliche Abklärung abläuft.

Dieser Ratgeber informiert und ersetzt keine ärztliche Beratung. Stand: Oktober 2026.

Nachdenklicher Mann im Sessel am Fenster in warmem Abendlicht
Sachlich und diskretJede medizinische Aussage ist mit einer Quelle belegt.
Mit QuellenangabenBelege am Ende der Seite
Ratgeber mit Quellenangaben Diskret und vertraulich Praxis in München und per Video Mo bis Sa 8 bis 22 Uhr
Das Wichtigste in Kürze Erektionsprobleme sind kein Randthema

Von einer Erektionsstörung sprechen Ärzte, wenn die Probleme in mehr als zwei Dritteln der Versuche auftreten und mindestens sechs Monate anhalten. Gelegentliche Ausfälle, etwa bei Stress, gelten als normal.

Quellen: Techniker Krankenkasse 2025, Pharmazeutische Zeitung 2018, Circulation 2018. Einzelnachweise am Ende der Seite.

Häufig und mit dem Alter häufigerGeschätzt sind rund 2 von 100 Männern zwischen 20 und 30 betroffen, zwischen 60 und 70 mehr als die Hälfte. Die Schätzungen unterscheiden sich je nach Studie.
Selten nur eine UrsacheGefäße, Stoffwechsel, Hormone, Medikamente und Psyche wirken oft zusammen.
Kann ein frühes Warnzeichen seinErektionsprobleme können auf Gefäßschäden hinweisen, auch am Herzen.
Gut abzuklärenEin ärztliches Gespräch ordnet ein, was dahinterstecken kann und was der nächste Schritt ist.
Wie viele Männer betroffen sindje 100 Männer einer Altersgruppe, geschätzt
20 bis 30 Jahre: rund 2 von 100 Männern
20 bis 30 Jahrerund 2 von 100eher selten
60 bis 70 Jahre: mehr als die Hälfte der Männer
60 bis 70 Jahremehr als die Hälfteüber 50 von 100

Schätzung nach Techniker Krankenkasse 2025. Die Werte unterscheiden sich je nach Studie; das Raster zeigt die Größenordnung.

Begriffe

Was ist eine Erektionsstörung?

Eine Erektionsstörung (medizinisch erektile Dysfunktion) liegt vor, wenn es einem Mann über längere Zeit nicht gelingt, eine Erektion zu bekommen oder zu halten, die für Sex ausreicht.

Im Alltag sagt man auch Erektionsprobleme, Potenzprobleme oder Impotenz. Gemeint ist meist dasselbe. Eine einzelne schlechte Nacht ist noch keine Störung: Müdigkeit, Alkohol oder Anspannung können gelegentlich zu Ausfällen führen.

Quellen: Techniker Krankenkasse 2025, Pharmazeutische Zeitung 2018.

Erektionsstörung, ErektionsproblemeDie gängigen Begriffe für Probleme, eine Erektion zu bekommen oder zu halten.
Erektile Dysfunktion (ED)Der medizinische Fachbegriff, den Sie in Arztbriefen und Leitlinien finden.
Potenzprobleme, PotenzstörungAlltagsbegriffe, meist gleichbedeutend mit Erektionsproblemen.
ImpotenzDer ältere Begriff, heute seltener verwendet. Gemeint sind meist ebenfalls Erektionsprobleme.
Ursachen verstehen

Erektionsstörung: Ursachen im Überblick

Oft spielt mehreres zusammen. Bei jüngeren Männern stehen seelische Gründe häufiger im Vordergrund, bei Männern ab etwa 50 überwiegen körperliche Ursachen. Welche bei Ihnen eine Rolle spielt, klärt der Arzt im Gespräch.

Gefäße und Herz-Kreislauf

Für eine Erektion muss genug Blut in den Penis fließen. Gefäßschäden gehören deshalb zu den häufigsten körperlichen Ursachen. Die kleinen Penisarterien sind davon früh betroffen.

  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Arterienverkalkung
  • Rauchen

Diabetes und Hormone

Diabetes schädigt Gefäße und Nerven. Auch ein Mangel an Testosteron kann Erektionsprobleme verursachen.

  • Diabetes mellitus
  • Testosteronmangel
  • Übergewicht
  • Nervenschäden

Ob ein Hormonmangel vorliegt, zeigt nur eine ärztliche Untersuchung. Ein Laborwert allein sagt meist wenig.

Medikamente

Manche Medikamente können Erektionsprobleme als Nebenwirkung auslösen. Der zeitliche Zusammenhang ist ein wichtiger Hinweis, etwa nach einer Umstellung der Blutdruckmedikation.

  • Betablocker
  • Psychopharmaka
  • Weitere Medikamente laut Beipackzettel

Setzen Sie Medikamente nie auf eigene Faust ab. Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt.

Psyche, Stress und Beziehung

Bei jüngeren Männern häufiger die Hauptursache. Oft entsteht ein Teufelskreis aus Anspannung und erneutem Druck.

  • Stress und Leistungsdruck
  • Versagensangst
  • Beziehungskonflikte
  • Depressionen

Quellen: Techniker Krankenkasse 2025, aponet.de 2019, IQWiG gesundheitsinformation.de 2025.

Mehr als ein Sexualthema

Erektionsprobleme als Warnzeichen für Herz und Gefäße

Die Gefäße, die den Penis versorgen, sind sehr klein. Wenn Gefäße Schaden nehmen, zeigt sich das dort früh. Erektionsprobleme gelten deshalb als mögliches Frühwarnzeichen für Gefäßerkrankungen.

Eine US-Studie (MESA) begleitete 1.757 Männer im Schnitt knapp vier Jahre. Männer mit Erektionsproblemen hatten in dieser Zeit etwa doppelt so häufig Herzinfarkt, Schlaganfall oder plötzlichen Herztod. Das blieb auch nach Berücksichtigung klassischer Risikofaktoren so. Das zeigt einen Zusammenhang, keine Ursache im Einzelfall: Nicht jeder Betroffene hat ein Herzproblem. Es ist aber ein guter Anlass, die Risikofaktoren prüfen zu lassen.

Circulation 2018aponet.de 2019Ärzteblatt 2018
Was die Datenlage sagt
GefäßeDie kleinen Arterien reagieren früh

Diabetes, Bluthochdruck, Blutfette und Rauchen schädigen die Gefäße, auch die des Penis.

Studie6,3 % gegenüber 2,6 %

So hoch war der Anteil mit Herzinfarkt, Schlaganfall oder plötzlichem Herztod bei Männern mit und ohne Erektionsproblemen. Mittleres Alter: 69 Jahre.

KonsequenzRisikofaktoren prüfen lassen

Blutdruck, Blutzucker, Blutfette und Rauchen lassen sich prüfen und beeinflussen.

etwa doppelt so häufig Herzereignisse in knapp 4 Jahren Beobachtung
Wann zum Arzt

Erektionsprobleme: wann der Weg zum Arzt sinnvoll ist

Sie müssen nicht warten, bis die Probleme ein halbes Jahr anhalten. Ein Gespräch lohnt sich, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft.

Die Probleme halten an oder kehren wiederGelegentliche Ausfälle sind normal. Bleiben die Probleme oder wiederholen sie sich, sollten Sie die Ursache klären lassen.
Sie haben RisikofaktorenDiabetes, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte oder Rauchen schädigen die Gefäße und gehören ärztlich im Blick.
Die Probleme begannen nach einem neuen MedikamentSprechen Sie mit dem Arzt, bevor Sie etwas ändern. Manchmal gibt es Alternativen.
Es belastet Sie oder die PartnerschaftSeelischer Druck verstärkt das Problem oft. Auch das ist ein guter Grund für ein Gespräch.

Sofort handeln bei Warnzeichen

Treten zu den Erektionsproblemen akute Beschwerden am Herzen auf, ist das ein Fall für den Notruf 112, nicht für einen Termin.

  • Brustschmerzen, die länger als fünf Minuten anhalten
  • Atemnot oder Engegefühl in der Brust
  • Ziehen in den Armen, Übelkeit oder Schmerzen im Oberbauch oder Rücken

Quelle: apotheken.de zu den Angaben der Deutschen Herzstiftung.

Gut zu wissen

Ein Gespräch über Erektionsprobleme ist für Ärzte Alltag. Je früher die Ursache bekannt ist, desto mehr Möglichkeiten gibt es. Ihre Angaben unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht.

Ärztliche Abklärung

Wie läuft die Abklärung von Erektionsproblemen ab?

Vor jeder Behandlung steht die Frage nach der Ursache. Das ist der Kern der S1-Leitlinie zur erektilen Dysfunktion: erst die Ursache suchen, dann entscheiden, was hilft.

1
vertraulich

Gespräch

Der Arzt fragt nach Beschwerden, Dauer, Vorerkrankungen, Medikamenten und Lebensstil.

2
ärztlich

Einordnung

Er schätzt ein, ob eher körperliche oder seelische Gründe naheliegen und welche Risikofaktoren zu prüfen sind.

3
gemeinsam

Nächste Schritte

Sie besprechen, was sinnvoll ist, etwa Lebensstil, die Behandlung einer Grunderkrankung oder eine Überweisung zur Urologie.

Quelle: Pharmazeutische Zeitung 24/2018 zur S1-Leitlinie erektile Dysfunktion, aponet.de 2019.

Selbsthilfe

Was Sie selbst tun können

Der Lebensstil beeinflusst die Gefäße und damit die Erektion. Laut Bericht zur S1-Leitlinie steht er an erster Stelle: Gewicht reduzieren, auf Alkohol und Nikotin verzichten, sich bewegen.

Mann beim Abendspaziergang im Park, warmes Gegenlicht

Fünf Stellschrauben

Nicht rauchen
Regelmäßig bewegen
Gesundes Gewicht halten
Alkohol reduzieren
Offen darüber sprechen

Beim Rauchstopp begleitet Sie die ärztlich begleitete Raucherentwöhnung, bei Übergewicht das medizinische Abnehmen bei Cureal.

Quellen: Pharmazeutische Zeitung 24/2018, Techniker Krankenkasse 2025, aponet.de 2019.

Ärztliche Abklärung bei Cureal

Beschwerden ärztlich einordnen lassen

Wenn Sie Ihre Erektionsprobleme nicht länger mit sich herumtragen möchten: Ein approbierter Arzt bespricht Ihre Situation vertraulich per Video oder persönlich in München.

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Sie wählen den Weg, der sich für Sie richtig anfühlt: vertraulich per Videosprechstunde von zu Hause oder persönlich in der Praxis.

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Häufige Fragen

Fragen zu Erektionsproblemen

Sachliche Antworten auf die Fragen, die man sich sonst kaum laut stellt.

Zur Leistung: Erektionsstörungen behandeln Cureal Maskottchen, das durch die häufigen Fragen führt

Im Alltag meinen alle drei Begriffe meist dasselbe: Die Erektion reicht nicht für Sex oder lässt nach. Medizinisch heißt das erektile Dysfunktion oder Erektionsstörung. Impotenz ist der ältere Begriff, Potenzprobleme ein Alltagsbegriff. Welche Ursache dahintersteckt, lässt sich nur im ärztlichen Gespräch klären.

Ärzte sprechen von einer Erektionsstörung, wenn die Probleme in mehr als zwei Dritteln der Versuche auftreten und mindestens sechs Monate anhalten. Gelegentliche Ausfälle, etwa bei Stress oder Müdigkeit, gelten als normal. Wenn die Probleme anhalten oder Sie belasten, ist ein ärztliches Gespräch trotzdem sinnvoll, auch schon vor Ablauf von sechs Monaten.

Körperlich sind es vor allem Gefäßschäden durch Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes und Rauchen, außerdem Nervenschäden und Testosteronmangel. Einige Medikamente können Erektionsprobleme als Nebenwirkung auslösen. Seelisch spielen Stress, Leistungsdruck, Versagensangst, Beziehungskonflikte und Depressionen eine Rolle. Bei jüngeren Männern stehen seelische Gründe häufiger im Vordergrund, bei Männern ab etwa 50 überwiegen körperliche Ursachen.

Ja, sie kann ein früher Hinweis auf Gefäßschäden sein. In einer US-Studie mit älteren Männern erlitten Männer mit Erektionsproblemen in knapp vier Jahren etwa doppelt so häufig Herzinfarkt, Schlaganfall oder plötzlichen Herztod wie Männer ohne. Das heißt nicht, dass jeder Betroffene ein Herzproblem hat. Es ist aber ein guter Grund, Blutdruck, Blutzucker, Blutfette und das Rauchen ärztlich prüfen zu lassen.

Nicht rauchen, sich regelmäßig bewegen, ein gesundes Gewicht halten und wenig Alkohol trinken: Das schützt die Gefäße und kann die Erektion verbessern. Auch offene Gespräche mit der Partnerin oder dem Partner können Druck nehmen. Beim Rauchstopp begleitet Sie die ärztlich begleitete Raucherentwöhnung bei Cureal.

Sie vereinbaren einen Termin per Video oder in der Praxis in München, ein Arzt bespricht vertraulich Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamente und ordnet sie ein. Bei Bedarf folgt eine Überweisung zur Urologie. Das Gespräch kostet 59 €, per Video wie in der Praxis, Erst- und Folgegespräch gleich viel. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Erektionsstörungen ärztlich behandeln lassen.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

  1. Techniker Krankenkasse: Erektionsstörungen, Wenn Mann nicht kann (03.09.2025)Definition (mehr als zwei Drittel der Versuche, mindestens sechs Monate), körperliche und seelische Ursachen, Lebensstil
  2. Pharmazeutische Zeitung 24/2018: Erst fragen, dann verordnen (zur Neufassung der S1-Leitlinie erektile Dysfunktion)Ursachensuche vor jeder Behandlung, Lebensstil zuerst, Häufigkeit nach Alter
  3. aponet.de (Apothekerverband): Impotenz, die wichtigsten Fakten (Interview, 21.01.2019)Gefäßschäden durch Diabetes, Bluthochdruck, Blutfette und Rauchen, Medikamente als Auslöser, Frühwarnzeichen, Prüfung der Risikofaktoren
  4. Uddin et al.: Erectile Dysfunction as an Independent Predictor of Future Cardiovascular Events (MESA), Circulation 2018;138:540-5421.757 Männer, mittleres Alter 69 Jahre, Nachbeobachtung 3,8 Jahre: 6,3 % gegenüber 2,6 % kardiovaskuläre Ereignisse
  5. IQWiG, gesundheitsinformation.de: Testosteron (aktualisiert am 20.03.2025)Wenig Testosteron kann unter anderem zu Erektionsstörungen führen
  6. apotheken.de: Anzeichen für einen Herzinfarkt, im Ernstfall richtig handelnWarnzeichen eines Herzinfarkts und Notruf 112

Stand: Oktober 2026. Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Untersuchung und Beratung. Bei akuten Beschwerden am Herzen wählen Sie den Notruf 112.

Erektionsprobleme ärztlich einordnen lassen

Vertrauliches Gespräch mit einem Arzt, per Video oder in der Praxis in München, ab 59 €.

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