Zum Inhalt springen
Cannabis und Auto fahren

Cannabis-Therapie und Ihr Führerschein - was Sie wissen müssen


Eine der häufigsten Fragen unserer Patienten: 

Darf ich während einer Cannabis-Therapie noch Auto fahren? 

Die kurze Antwort: Ja. Das Medikamentenprivileg schützt Sie, unter bestimmten Voraussetzungen. Auf dieser Seite erklären wir Ihnen die Rechtslage, was bei einer Polizeikontrolle passiert, wann eine MPU droht und wie Cureal Sie dabei absichert.



Ja, Sie dürfen während einer Cannabis-Therapie Auto fahren!

Das sogenannte Medikamentenprivileg (§ 24a Abs. 4 StVG) regelt das klar: Wenn Ihr THC-Wert aus der bestimmungsgemässen Einnahme eines ärztlich verordneten Arzneimittels stammt, liegt keine Ordnungswidrigkeit vor. 


Es gibt drei Voraussetzungen:

Cannabis Therapie

Ärztlich begleitete Therapie

Sie befinden sich in einer ärztlich begleiteten Cannabis-Therapie mit gültiger Verordnung. 

Das bedeutet: Ein Arzt hat bei Ihnen eine Diagnose gestellt, eine Therapie mit medizinischem Cannabis für sinnvoll befunden und Ihnen ein Rezept ausgestellt. 

Bei Cureal passiert das im persönlichen Erstgespräch in unserer Praxis.

Cannabis Dosierung

Bestimmungsgemäße Einnahme

Sie nehmen Ihr Cannabis genau so ein, wie es Ihnen verordnet wurde, in der richtigen Dosierung, der richtigen Form und zu den richtigen Zeiten. 

Entscheidend ist: Sie fühlen sich nicht beeinträchtigt und können Ihre Fahrtüchtigkeit realistisch einschätzen. 

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie fahren sollten, gilt: lieber nicht.

Cannabis Dokumentation

Dokumentierte Therapie

Ihre Behandlung ist aerztlich dokumentiert, Diagnose, Therapieplan, Dosierung und Verlauf sind lückenlos festgehalten. 

Das ist im Ernstfall Ihr stärkstes Argument: Bei einer Polizeikontrolle, einer Behördenanfrage oder einer MPU-Anordnung können Sie jederzeit nachweisen, dass Ihre Cannabis-Einnahme medizinisch begründet und ärztlich begleitet ist.


Cannabis Polizei

Polizeikontrolle - so sind Sie vorbereitet

Bei einer Verkehrskontrolle kann ein Drogentest positiv auf THC anschlagen. Dann müssen Sie nachweisen können, dass Ihr Cannabis-Konsum aus einer ärztlich verordneten Therapie stammt.

Wichtig zu wissen: Sie müssen der Polizei nicht von sich aus mitteilen, dass Sie Cannabis als Medikament einnehmen. Erst wenn gezielt danach gefragt wird, sollten Sie Ihre Unterlagen vorzeigen.

Was Sie im Auto dabei haben sollten:

  • Ihr aktuelles Rezept (Kopie genügt) — das rechtlich entscheidende Dokument
  • Eine ärztliche Bescheinigung über Ihre Therapie (empfohlen, nicht Pflicht)
  • Optional: Einen Cannabis-Patientenausweis (kein amtliches Dokument, aber hilfreich)


Was Cureal für Sie tut

Wir dokumentieren Ihre Therapie lückenlos - Diagnose, Therapieplan, Dosierung und Verlauf. Auf Wunsch erstellen unsere Ärzte Bescheinigungen und Gutachten, die Sie bei Kontrollen vorzeigen können. 

Das ist einer der Vorteile einer niedergelassenen Praxis gegenüber reinen Telemedizin-Anbietern.



3,5

ng/ml Blutserum

Allgemeiner Grenzwert seit August 2024

Der THC-Grenzwert im Straßenverkehr
Seit August 2024 liegt der allgemeine THC-Grenzwert bei 3,5 Nanogramm pro Milliliter Blut (§ 24a Abs. 1a StVG). Wer diesen Wert überschreitet, begeht grundsätzlich eine Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von 500 Euro.


Für Patienten in einer Cannabis-Therapie gilt das Medikamentenprivileg:


 Der 3,5-ng/ml-Grenzwert gilt für Sie nicht, solange Ihr THC-Wert aus der      bestimmungsgemäßen Einnahme Ihres verordneten Arzneimittels stammt (§ 24a Abs. 4 StVG).

Eine Überschreitung dieses Grenzwerts ist für Sie keine Ordnungswidrigkeit.

Entscheidend bleibt: Sie dürfen nicht fahren, wenn Ihre Fahrtüchtigkeit tatsächlich beeinträchtigt ist. Das Medikamentenprivileg schützt nicht vor Strafbarkeit bei auffälligem Fahrverhalten (§ 316 StGB).

Rechtslage Stand: April 2026. Gesetze können sich ändern. Im Zweifel beraten wir Sie im Erstgespräch.


Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU)

Die Fahrerlaubnisbehörde darf bei Cannabis-Patienten nicht pauschal eine MPU anordnen. 
Der vorgeschriebene Weg ist: Zuerst wird ein ärztliches Gutachten angefordert. 
Nur wenn dieses Auffälligkeiten zeigt, darf eine MPU folgen.


In diesen drei Fällen kann die Behörde ein ärztliches Gutachten anfordern:

Früherer illegaler Konsum

Sie sind vor Beginn Ihrer Therapie wegen illegalem Cannabis-Konsum aufgefallen. Die Behörde kann prüfen, ob Ihr heutiger Konsum tatsächlich rein medizinisch motiviert ist oder ob ein Konsummuster aus der Vergangenheit fortbesteht.

Vorfall im Straßenverkehr

Ein dokumentierter Vorfall wie ein Unfall oder auffälliges Fahrverhalten wurde polizeilich festgehalten. In diesem Fall kann die Behörde Zweifel an Ihrer Fahrtüchtigkeit trotz gültiger Therapie geltend machen.

Mischkonsum

Es bestehen Hinweise auf Mischkonsum, etwa Cannabis zusammen mit Alkohol oder anderen Substanzen. Mischkonsum hebt das Medikamentenprivileg auf und ist einer der häufigsten Gründe für eine MPU-Anordnung bei Cannabis-Patienten.


Wie Cureal Sie absichert:


Lückenlose Therapie-Dokumentation


Vom ersten Gespräch an dokumentieren unsere Ärzte Ihre gesamte Behandlung — Diagnose, Therapieplan, Dosierung, Verlauf und jede Anpassung. 

Diese Dokumentation ist Ihr stärkstes Argument gegenüber der Fahrerlaubnisbehörde, weil sie belegt, dass Ihre Cannabis-Einnahme medizinisch begründet und ärztlich überwacht ist.

Ärztliche Gutachten und Bescheinigungen


Wenn die Behörde ein ärztliches Gutachten anfordert, stehen Sie nicht allein da. Unsere Ärzte kennen Ihre Krankengeschichte persönlich und erstellen auf Wunsch Bescheinigungen und Gutachten, die speziell auf die Anforderungen der Fahrerlaubnisbehörde zugeschnitten sind.


Persönliche Beratung statt Hotline


Bei reinen Online-Plattformen erreichen Sie im Ernstfall einen Arzt, der Ihren Fall nicht kennt. Bei Cureal haben Sie einen festen Ansprechpartner in unserer Praxis, der Sie persönlich beraten kann — vor einer MPU-Anordnung, während des Verfahrens und danach.


Fragen zum Führerschein? Wir beraten Sie persönlich.

Im ärztlichen Erstgespräch klären wir alle Fragen rund um Cannabis-Therapie und Fahrerlaubnis.

 Individuell und rechtssicher.

Erstgespräch buchen