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Medizinisches Cannabis bei Tuberöser Sklerose

Bei Anfällen, die mit dem Tuberöse-Sklerose-Komplex (TSC) verbunden sind, ist hochgereinigtes Cannabidiol als Fertigarzneimittel (Epidyolex) ab dem Alter von zwei Jahren als ergänzende Therapie zugelassen, wenn klassische Antiepileptika nicht ausreichend wirken. Auch jenseits der zugelassenen Indikation kann medizinisches Cannabis bei begleitenden Symptomen wie Schlafstörungen, innerer Unruhe und schmerzbedingter Belastung im Einzelfall ergänzend in Frage kommen. Bei Cureal München prüfen wir im Erstgespräch (19,90 EUR), ob eine Cannabistherapie für Ihre Situation oder die eines Angehörigen passt und wie sie sich mit der bestehenden neurologischen oder pädiatrischen Behandlung verzahnen lässt.
Medizinisches Cannabis bei tuberöser Sklerose

Die Tuberöse Sklerose ist eine seltene genetisch bedingte Multisystem-Erkrankung. In Deutschland leben schätzungsweise 8.000 bis 12.000 Menschen mit TSC. Die Erkrankung kann das Gehirn (Tubera, SEGAs), die Nieren (Angiomyolipome), die Haut, das Herz und die Lungen betreffen. Bei rund 80 bis 90 Prozent der Patienten treten Anfälle auf, häufig schon im Säuglings- oder Kleinkindalter, oft therapieresistent. Eine moderne Therapie kombiniert Antiepileptika, mTOR-Inhibitoren wie Everolimus und gezielte symptomatische Maßnahmen. Mit Epidyolex ist seit 2021 ein zugelassenes Cannabinoid-Fertigarzneimittel verfügbar, das die Anfallshäufigkeit bei TSC-assoziierten Epilepsien zusätzlich senken kann.

Ablauf & Kosten

Was ist Tuberöse Sklerose ?

Die Tuberöse Sklerose, auch als Tuberöse-Sklerose-Komplex (TSC) bezeichnet, ist eine seltene genetische Erkrankung, die durch Mutationen in einem von zwei Genen (TSC1 oder TSC2) verursacht wird. Diese Mutationen führen zu einer Überaktivierung des sogenannten mTOR-Signalweges, einer zentralen Steuerstelle für Zellwachstum. Die Folge sind benigne, also nicht bösartige, Wucherungen (Hamartome) in mehreren Organen.

Verbreitung und Erstmanifestation: TSC tritt bei einem von 6.000 bis 10.000 Lebendgeborenen auf. Die Erstdiagnose erfolgt häufig im Säuglings- oder Kleinkindalter, in milderen Verlaufsformen auch erst im Erwachsenenalter.

Betroffene Organsysteme: Gehirn (kortikale Tubera, subependymale Knoten, subependymale Riesenzell-Astrozytome SEGAs), Nieren (Angiomyolipome), Haut (Adenoma sebaceum, hypopigmentierte Flecken, Periunguale Fibrome), Herz (Rhabdomyome, vor allem im Säuglingsalter), Lungen (Lymphangioleiomyomatose, vor allem bei Frauen) und Augen (Retina-Hamartome). Anfallsleiden (Epilepsie) ist die häufigste neurologische Manifestation und betrifft 80 bis 90 Prozent der Patienten, oft mit therapieresistenten Verläufen.

Methodischer Rahmen: Die internationalen TSC-Konsensus-Kriterien strukturieren Diagnose und Verlaufsbeobachtung. Eine genetische Testung auf TSC1 und TSC2 sichert die Diagnose, ist aber nicht zwingend für die klinische Diagnose erforderlich.




Wie sich Tuberöse Sklerose zeigt

Die Symptomausprägung ist sehr variabel. Vier Bereiche prägen den Alltag von TSC-Patienten und Angehörigen besonders häufig:



Anfälle (Epilepsie)

Fokale und generalisierte Anfälle, im Säuglingsalter häufig West-Syndrom mit infantilen Spasmen. Bei einem Großteil der Patienten therapieresistent gegenüber klassischen Antiepileptika.

Hautveränderungen

Hypopigmentierte Flecken (Eschenblattflecken), faziale Adenoma sebaceum, raue Hautareale (Shagreen Patches) und Fibrome an Nagelfalzen sind sichtbare TSC-Marker.

Neuropsychiatrische und Verhaltens-Aspekte

Lernschwierigkeiten, Aufmerksamkeitsstörungen, autistische Symptome, Schlafstörungen und innere Unruhe sind unter dem Begriff TSC-Associated Neuropsychiatric Disorders (TAND) zusammengefasst und prägen den Alltag.

Nieren-, Herz- und Lungenbeteiligung

Angiomyolipome der Nieren, kardiale Rhabdomyome (vor allem im Säuglingsalter) und bei Frauen die Lungen-LAM können den Verlauf prägen und brauchen regelmäßige Verlaufskontrollen.


Diagnose der Tuberösen Sklerose



Die Diagnose stellt eine Fachärztin oder ein Facharzt für Neurologie, Pädiatrie oder Humangenetik im Rahmen einer TSC-Spezialsprechstunde oder einer geeigneten universitären Ambulanz. Grundlage sind die internationalen TSC-Konsensus-Kriterien, die klinische Major- und Minor-Kriterien definieren (zum Beispiel kortikale Tubera, hypopigmentierte Flecken, Angiomyolipome). Die Diagnostik umfasst neurologische Untersuchung, Bildgebung des Schädels (MRT), Bauch-Sonographie, kardiologische Abklärung, augenärztliche Untersuchung, Hautinspektion und gegebenenfalls genetische Testung auf TSC1- und TSC2-Mutationen. Bei Erwachsenen ohne bekannte Diagnose, die mit therapieresistenter Epilepsie und TSC-typischen Hauterscheinungen vorstellig werden, sollte eine TSC-Diagnostik erwogen werden. Cureal arbeitet im Bereich TSC ausschließlich auf Basis einer bereits gestellten neurologischen oder pädiatrischen Diagnose und in enger Abstimmung mit der behandelnden Spezialsprechstunde.

Therapie der Tuberösen Sklerose


Die Behandlung folgt den internationalen TSC-Konsensus-Empfehlungen und ist mehrschichtig. Medizinisches Cannabis und insbesondere das zugelassene Cannabidiol-Fertigarzneimittel Epidyolex ergänzen diese Bausteine, ersetzen sie aber nicht.


  • Antiepileptika: Vigabatrin als Erstlinie bei infantilen Spasmen, weitere klassische und neuere Antiepileptika (zum Beispiel Valproat, Lamotrigin, Levetiracetam, Topiramat, Clobazam) je nach Anfallsform.

  • mTOR-Inhibitoren (Everolimus): Zielgerichtete Therapie bei SEGAs (subependymalen Riesenzell-Astrozytomen), Nieren-Angiomyolipomen, Lungen-LAM und ergänzend bei therapierefraktärer TSC-Epilepsie.

  • Cannabidiol als Fertigarzneimittel (Epidyolex): Seit 2021 als Zusatztherapie für Anfälle bei TSC ab dem zweiten Lebensjahr zugelassen, wenn klassische Antiepileptika nicht ausreichend wirken.

  • Epilepsiechirurgie: Bei sorgfältig ausgewählten Patienten mit fokal beginnenden, pharmakoresistenten Anfällen kann eine resektive Operation Anfallsfreiheit oder eine deutliche Anfallsreduktion bringen.

  • Ketogene Diät und VNS: Bei pharmakoresistenter Epilepsie können ketogene Diät oder Vagusnerv-Stimulation als zusätzliche Optionen geprüft werden.

  • Symptomatische und multidisziplinäre Begleitung: Nephrologische Verlaufskontrollen, dermatologische Behandlungen (zum Beispiel topisches Sirolimus bei Adenoma sebaceum), kardiologische, pneumologische und augenärztliche Verlaufskontrollen, psychotherapeutische Begleitung bei TAND-Symptomen sowie Sozial- und Familienunterstützung.


Mehr Infos zum Ablauf:

Ablauf der Therapie

Tuberöse Sklerose Cannabis Therapie

Cannabis bei Tuberöser Sklerose: 
Wirkmechanismen und Anwendungsbereiche


Das Endocannabinoid-System 


Das körpereigene Cannabinoid-System (Endocannabinoid-System) ist an der Steuerung der neuronalen Erregbarkeit, der Anfallsschwelle, der Stressverarbeitung und der Schlaf-Wach-Regulation beteiligt. Cannabidiol (CBD) wirkt über mehrere Mechanismen modulierend auf diese Systeme. Genau diese Funktionsbreite ist die biologische Basis dafür, dass CBD bei Anfällen im Rahmen einer Tuberösen Sklerose und bei begleitenden Symptomen wie Schlafstörungen oder innerer Unruhe ansetzen kann.





Cannabinoid System im Körper

Wirkung in der zugelassenen Indikation


Hochgereinigtes Cannabidiol als Fertigarzneimittel (Epidyolex) ist seit 2021 in Europa als ergänzende Therapie für Anfälle, die mit dem Tuberöse-Sklerose-Komplex (TSC) verbunden sind, ab dem Alter von zwei Jahren zugelassen. Die Zulassung beruht auf einer randomisierten doppelblinden placebokontrollierten Phase-3-Studie von Thiele und Kollegen (2021, JAMA Neurology), die unter Epidyolex eine signifikant stärkere Reduktion der TSC-assoziierten Anfälle gegenüber Placebo zeigte. Die Daten sind robust, der Indikativ für diese Zulassungs-Fakten erlaubt: Epidyolex senkt die Anfallshäufigkeit bei TSC-assoziierter Epilepsie als Add-on zur Standard-Antiepileptika-Therapie.

CBD bei Tuberöser Sklerose

Off Label Anwendung bei Begleitsymptomen


Jenseits der zugelassenen Anwendung kann medizinisches Cannabis im Einzelfall bei begleitenden TSC-Symptomen ergänzend in Frage kommen, zum Beispiel bei hartnäckigen Schlafstörungen, innerer Unruhe oder schmerzbedingter Belastung. CBD-dominante Präparate kommen tagsüber in Frage, niedrig dosierte THC-haltige Kombinationspräparate können am Abend zur Schlafstabilisierung eingesetzt werden. Die Off-Label-Anwendung folgt den allgemeinen Cannabis-Therapie-Prinzipien (start low, go slow), ist aber nicht durch eine eigene TSC-spezifische Zulassungsstudie gestützt. Hier gilt der Konjunktiv: Cannabis kann ergänzend hilfreich sein.

THC bei Tuberöser Sklerose

Tuberöse Sklerose und Cannabis: Die Studienlage


Die Studienlage zu Cannabidiol bei Anfällen, die mit der Tuberösen Sklerose verbunden sind, ist im Vergleich zu den meisten anderen Indikationen besonders belastbar, weil sie auf einer Phase-3-Zulassungsstudie und mehreren Folgeuntersuchungen aufbaut.

Die randomisierte doppelblinde placebokontrollierte Phase-3-Studie von Thiele und Kollegen (2021, JAMA Neurology, GWPCARE6) untersuchte Epidyolex (Cannabidiol-Lösung) bei 224 Patienten mit therapierefraktärer TSC-assoziierter Epilepsie. Unter Epidyolex zeigte sich gegenüber Placebo eine signifikante Reduktion der TSC-assoziierten Anfallshäufigkeit. Diese Studie ist die Grundlage der EMA-Zulassungserweiterung 2021.

Eine Open-Label-Verlängerungsstudie von French und Kollegen (2021, Epilepsy and Behavior) untersuchte die langfristige Wirksamkeit und Verträglichkeit von Epidyolex bei TSC und beschreibt eine anhaltende Anfallsreduktion über mehrere Behandlungsjahre, bei einem akzeptablen Sicherheitsprofil.

Die Übersichtsbeiträge von Devinsky und Kollegen (2018, NEJM) sowie Gaston und Szaflarski (2018) ordnen die Wirkmechanismen von Cannabidiol bei pharmakoresistenten Epilepsien ein und beschreiben den Beitrag des Endocannabinoid-Systems zur Anfallsschwellen-Regulation.

Praxisdaten aus europäischen Frühzugriffs-Programmen (Early Access) zeigen ein konsistentes Bild: Cannabidiol als Add-on führt bei einem relevanten Anteil der TSC-Patienten zu einer klinisch bedeutsamen Anfallsreduktion. Wechselwirkungen mit Clobazam und Everolimus sind dabei systematisch zu berücksichtigen.

Die Studienlage stützt eine Add-on-Therapie mit Epidyolex bei TSC-assoziierter Epilepsie eindeutig. Off-Label-Anwendungen jenseits der Anfallskontrolle werden durch die direkte TSC-Studienlage nicht gestützt, sondern stützen sich auf indikationsübergreifende Beobachtungsdaten zu Cannabis bei Schlaf, Anspannung und Schmerz.



Rechtliche Lage in Deutschland (Stand 2026)


Medizinisches Cannabis ist seit 2017 verschreibungsfähig. Bei Tuberöser Sklerose besteht eine klare Trennung:

  • Zugelassene Indikation: Epidyolex (Cannabidiol-Lösung) ist als ergänzende Therapie für Anfälle bei TSC ab dem Alter von zwei Jahren zugelassen. Die Verordnung erfolgt auf Kassenrezept, eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse ist die Regel, wenn die Indikation und die Voraussetzungen (therapierefraktäre TSC-Epilepsie als Add-on zur Standardtherapie) erfüllt sind.
  • Off-Label-Anwendung: Andere Cannabis-Präparate (zum Beispiel CBD-haltige Öle, THC-haltige Präparate) werden bei TSC-assoziierten Symptomen wie Schlafstörungen, Anspannung oder Schmerzen ausschließlich Off-Label eingesetzt. Eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse wird im Einzelfall geprüft und ist nicht die Regel.



Wie kommen Sie zum Cannabis-Rezept bei Tuberöser Sklerose ?


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Beratungsgespräch:

Sie schildern den TSC-Verlauf, aktuelle Anfallsfrequenz und welche Antiepileptika und mTOR-Inhibitoren bereits eingesetzt wurden. Wir prüfen, ob Epidyolex als zugelassene Add-on-Therapie für Sie oder Ihre Angehörigen passt, oder ob bei begleitenden Symptomen wie Schlaf, Anspannung oder Schmerz eine ergänzende Off-Label-Cannabis-Therapie sinnvoll ist. Wechselwirkungen mit Clobazam, Everolimus und anderen Antiepileptika werden sorgfältig geprüft.

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Rezept

Bei zugelassener Indikation und gegebenen Voraussetzungen kann eine Verordnung von Epidyolex auf Kassenrezept geplant werden, in enger Abstimmung mit Ihrer behandelnden TSC-Spezialsprechstunde oder Neurologie. Bei Off-Label-Anwendungen stellt der Arzt ein Privatrezept aus, Wirkstoff und Darreichungsform werden individuell zugeschnitten. Sie erhalten eine genaue Erklärung zur Einnahme und zu den ersten Wochen der Einstellung.
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Einstellung

Das Rezept lösen Sie in einer Apotheke ein, die das Präparat führt. Bei Epidyolex wird die Dosierung schrittweise auftitriert. Bei Off-Label-Cannabis-Therapie folgen wir dem Prinzip "start low, go slow". Nach zwei bis vier Wochen schauen wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrer behandelnden Praxis, wie sich Anfallsfrequenz, Schlaf, Verträglichkeit und Wechselwirkungen entwickeln, und passen die Therapie an.

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Häufige Fragen zu Cannabis und PTBS


Bei Anfällen, die mit dem Tuberöse-Sklerose-Komplex (TSC) verbunden sind, senkt hochgereinigtes Cannabidiol als Fertigarzneimittel (Epidyolex) als Add-on zur Standard-Antiepileptika-Therapie die Anfallshäufigkeit. Die randomisierte doppelblinde placebokontrollierte Phase-3-Studie von Thiele und Kollegen (2021, JAMA Neurology) ist Grundlage der EMA-Zulassung 2021. Die Wirkung tritt schrittweise im Verlauf der Auftitration ein. Bei begleitenden Symptomen jenseits der Anfallskontrolle (Schlafstörungen, innere Unruhe, Schmerzen) können andere Cannabis-Präparate Off-Label ergänzend sinnvoll sein.

Bei der zugelassenen Indikation (Epidyolex als Zusatztherapie für Anfälle bei TSC ab zwei Jahren) erfolgt die Verordnung auf Kassenrezept, eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse ist die Regel. Bei Off-Label-Anwendungen mit anderen Cannabis-Präparaten zur Symptom-Linderung wird die Kostenübernahme im Einzelfall geprüft und ist nicht die Regel. Die meisten Off-Label-Therapien finanzieren Patienten privat.

Bei TSC-Patienten sind Wechselwirkungen mit Clobazam und mit Everolimus besonders relevant. Cannabidiol kann den Spiegel von Clobazam und seinem aktiven Metaboliten erhöhen, was zu vermehrter Müdigkeit oder Sedierung führen kann. Eine engmaschige Spiegelkontrolle und gegebenenfalls eine Dosisanpassung durch die behandelnde Neurologie sind Standard. Auch der Spiegel von Everolimus kann durch Cannabidiol beeinflusst werden, weshalb regelmäßige Kontrollen und Abstimmung mit der TSC-Spezialsprechstunde wichtig sind.

Häufige Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Appetitminderung, Durchfall, leichte Leberwert-Erhöhungen und in Kombination mit Clobazam ausgeprägtere Sedierung. Schwerwiegende Leberwert-Erhöhungen sind selten und werden durch regelmäßige Laborkontrollen früh erkannt. Genau dafür ist die ärztliche Begleitung da: Wir steigen niedrig ein, kontrollieren die Verträglichkeit engmaschig und passen Dosis oder Begleitmedikation an, falls etwas nicht passt.

Bei der zugelassenen Indikation (Anfälle bei TSC) ist Epidyolex die rechtlich und studienseitig solideste Option. Andere CBD-Öle oder THC-haltige Präparate sind in dieser Indikation nicht zugelassen und durch die direkte TSC-Studienlage nicht gestützt. Bei begleitenden Symptomen jenseits der Anfallskontrolle (zum Beispiel Schlafstörungen, Anspannung, Schmerzen) können andere Cannabis-Präparate Off-Label ergänzend in Frage kommen. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihrer TSC-Spezialsprechstunde, die TSC-Therapieführerschaft bleibt dort.

Tuberöse Sklerose und Cannabis

Verwandte Themen im Therapiespektrum


Epilepsie 

Die Anfälle sind die häufigste neurologische Manifestation der Tuberösen Sklerose. Epidyolex ist auch bei Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom zugelassen, das Anwendungsprinzip ist verwandt.

Multiple Sklerose 

Eine weitere neurologische Erkrankung mit zugelassenem Cannabinoid-Fertigarzneimittel (Sativex bei MS-Spastik). Das Sonderfall-Pattern ist analog.

Krebs

Über den mTOR-Signalweg gibt es konzeptuelle Überschneidungen zu onkologischen Therapien. Cannabis als ergänzende Symptom-Therapie ist sowohl bei TSC als auch in der Onkologie relevant.

Disclaimer

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Eine individuelle Therapieentscheidung trifft die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt im persönlichen Gespräch unter Berücksichtigung der TSC-Spezialsprechstunde, der gesamten Krankengeschichte und der bestehenden Antiepileptika- und mTOR-Inhibitor-Therapie. Medizinisches Cannabis ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Nebenwirkungen und Wechselwirkungen, insbesondere mit Clobazam und Everolimus, sind möglich.